Auf dem Papier ist der Westen das Sorgenkind der Republik. Große Gruppen, wenig Personal. Doch wer täglich in den Gruppen steht, erlebt in der Frühkindlichen Bildung gerade eine doppelte Belastung: Die ohnehin schon knappen Schlüssel werden durch sinkende Qualifikationsniveaus weiter ausgehöhlt. Wir haben für euch in die Daten gezoomt.
Der statistische Blick: Im Westen ist die Schere zwischen Anspruch und Wirklichkeit besonders groß. In Rheinland-Pfalz werden 81 Prozent der U3-Kinder in Gruppen mit nicht kindgerechten Personalschlüsseln betreut. Gleichzeitig verliert das bevölkerungsreichste Bundesland Nordrhein-Westfalen massiv an pädagogischer Substanz: Der Anteil der Teams mit hoher Fachkraft-Quote ist hier um 14 Prozentpunkte gesunken. Die große Spannweite im Westen – von soliden Werten in Hessen bis zu den Schlusslichtern – zeigt, dass der Wohnort mehr denn je über die Startchancen der Kinder entscheidet und die Qualitätssicherung vielerorts am Limit ist.
Datenquelle: Ländermonitoring, Bertelsmann Stiftung
